Pfingstlager 2026
Vier Tage Abenteuer, Gemeinschaft und ganz viel Eis
Vier Tage draußen unterwegs sein, gemeinsam lachen, spielen, singen und Neues ausprobieren – genau das haben wir am Pfingstwochenende beim überregionalen Lager in Fröndenberg-Frömern erlebt. Zusammen mit rund 80 Teilnehmenden wurde das Gelände zu einem lebendigen Ort voller Begegnungen, Abenteuer und Gemeinschaft.
Unsere Anreise verlief in kleinen Gruppen: Einige von uns waren schon am Freitag vor Ort, andere erst am Samstag, teils mit dem Auto, teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So verteilte sich unsere Ankunft über zwei Tage hinweg.
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Ankommens: Zelte wurden aufgebaut, das Lager eingerichtet und der Tag klang mit einer ersten Singerunde am Lagerfeuer aus.
Am Samstag zeigte sich der Sommer von seiner heißen Seite. Unsere Nachzügler wurden deshalb am Nachmittag mit einer spontanen und ausgelassenen Wasserschlacht begrüßt. In den anschließenden Bau eines Sonnensegels und in die abendliche Singerunde wurden sie schnell integriert.
Der Sonntag bildete den Höhepunkt des Lagers. In einem abwechslungsreichen Stationsspiel konnten wir unser Können in Musik und erste Hilfe, Teamgeist und Kreativität unter Beweis stellen. Am Nachmittag folgte ein großes Geländespiel auf einer weitläufigen Wiese, bei dem in Gruppen Punkte gesammelt wurden. Der Einsatz wurde belohnt: Am Ende wartete eine wohlverdiente Abkühlung in Form von reichlich Eis für alle. Der Sonntagabend hatte einen besonderen Stellenwert. Bei einer Verleihfeier im großen Karree wurden verschiedene Abzeichen, Jahressterne und Halstücher vergeben. Ein besonderer Moment für uns war die Verleihung des Kornetttitels an Gero, der mit herausragenden Leistungen überzeugte und sich inzwischen engagiert in der Leitung unserer Jungpfadfinder:innengruppe einbringt. Solche Auszeichnungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Pfadfinderarbeit und würdigen das persönliche Wachstum und Engagement junger Menschen.
Während des gesamten Lagers hatten wir außerdem die Möglichkeit, verschiedene Proben abzulegen und neue Fähigkeiten zu erlernen – ganz im Sinne des pfadfinderischen Gedankens, sich stetig weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
Am Montag hieß es schließlich Abschied nehmen: Gemeinsam bauten wir das Lager ab, verbrauchten das restliche Essen und beendeten das Wochenende im Rahmen eines Abschlusskreises. Auch auf der Rückfahrt zeigte sich wieder unsere typische Mischung aus gemeinsamer Planung und individueller Flexibilität per Auto und ÖPNV.
Das Pfingstlager hat uns einmal mehr gezeigt, was Pfadfinden für uns bedeutet: Gemeinschaft erleben, Herausforderungen meistern, Verantwortung übernehmen – und dabei jede Menge Spaß haben.
Neugierig geworden? Wenn ihr Lust habt, selbst einmal echte Lagerluft zu schnuppern und Teil solcher Erlebnisse zu werden, seid ihr bei uns im Stamm Drachen herzlich willkommen.
Grunlagenseminar
Vom 27. bis 29. März 2026 nahmen wir am Grundlagenseminar des Rings junger Bünde Hessen (RjbH) auf der Burg Hessenstein teil. Die Anreise erfolgte in verschiedenen Privatfahrzeugen, sodass die Gruppen nach und nach am Veranstaltungsort eintrafen und sich die Burg im Laufe des Freitagabends mit Leben füllte. Schon beim Ankommen wurde deutlich, wie sehr man sich freute, vertraute Gesichter wieder zu sehen und neue kennenzulernen.
Insgesamt kamen rund 50 Teilnehmer:innen und 13 Referent:innen aus
unterschiedlichen Bünden zusammen. Das Kursprogramm deckte viele Bereiche bündischer Jugendarbeit ab. Der geplante Präventionskurs musste aufgrund zu geringer Teilnahme leider entfallen. Alle anderen
Kurse wurden intensiv genutzt und boten zahlreiche Impulse für die praktische Arbeit in den Gruppen. Besonders stolz sind wir darauf, dass unser Stamm selbst besonders aktiv zur inhaltlichen
Gestaltung beitrug: Momo leitete den Kurs „Gruppe und Führung II“ und vermittelte vertiefte pädagogische Grundlagen, während Adam und Gayan gemeinsam den Gitarrenkurs gestalteten und musikalische
Fähigkeiten vermittelten, die sich direkt im bündischen Alltag einsetzen lassen. Marcel leitete den Outdoor Erste Hilfe Kurs, sodass wir nun weitere Lebensretter in unseren Reihen wissen.
Das Wetter zeigte sich zu Beginn von seiner rauen Seite: nasskalt, am ersten Morgen mit Schneefall, der viele überraschte – und bei nicht wenigen auch für Begeisterung sorgte. Im Laufe des
Wochenendes klarte es jedoch zunehmend auf, bis uns am Sonntag schließlich strahlender Sonnenschein verabschiedete.
Parallel zum Seminar waren einige von uns beim Kornettkurs in Bergkamen, andere reisten im Anschluss an das Grundlagenseminar direkt dorthin weiter. Diese Überschneidungen machten deutlich, wie vielfältig und eng miteinander verknüpft Ausbildung und Engagement innerhalb der bündischen Arbeit sind.
Untergebracht waren wir im historischen, frisch sanierten Turm der Jugendherberge – ein besonderer Ort mit spürbarer Geschichte, passend zur ältesten Jugendherberge Hessens. Neben den inhaltlichen Programmpunkten blieb ausreichend Zeit, sich frei auf dem Burggelände zu bewegen, neue Kontakte zu knüpfen oder einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. Beliebt waren dabei unter anderem die Tischtennisplatte sowie das große Schachbrett, das direkt in den Hofboden eingelassen ist.
Die Tage begannen mit Frühsport und einem Anfangskreis, in dem die einzelnen Bünde inspirierende Impulsbeiträge einbrachten. Ein gemeinsames Morgenlied schuf dabei jeden Tag einen verbindenden Start. Ein Höhepunkt des Wochenendes war der bunte Abend am Samstag. Die Jugendherberge verwandelte sich in einen großen Marktplatz, auf dem die Arbeitsgemeinschaften Stände gestalteten. Durch das Lösen von Rätseln und das Erfüllen kleiner Aufgaben konnten Münzen verdient werden, die später zusammengelegt wurden (der Bieber weiß schon: wir teilen!) und gegen Süßigkeiten und Knabbereien eingetauscht wurden. Während noch genascht wurde, startete eine große Singerunde, sodass der Abend stimmungsvoll samt Zeitumstellung in den nächsten Morgen überging.
Am Sonntagnachmittag fand zum Abschluss des Grundlagenseminars ein großer
Abschiedskreis statt. Hier wurde das gemeinsame Wochenende noch einmal bewusst zusammengeführt, bevor viele Teilnehmende ihre oft langen Heimwege antraten.
Rückblickend war das Grundlagenseminar 2026 auf Burg Hessenstein ein intensives und vielfältiges Wochenende, geprägt von Lernen, Begegnungen und gelebter Bündegemeinschaft. Mit neuen Impulsen, frischen Ideen und gestärkten Verbindungen kehrten wir zurück – bereichert durch das gemeinsame Erleben und motiviert für die weiteren Gestaltungen in unseren Gruppen. Gut Pfad!